Wo das Volumen in einem Haus wirklich sitzt
Wer ein Angebot für ein Haus einholt, nennt fast immer die Wohnfläche und die Zahl der
Zimmer. Beides ist für die Rechnung fast nutzlos. Entscheidend sind die Kubikmeter, die
in den Wagen müssen, und die verteilen sich in einem Haus anders als in einer Wohnung.
Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche liegen im erwartbaren Bereich. Der Unterschied entsteht
unter dem Dach, unter der Erde und neben dem Haus.
Im Keller stehen Werkbank, Regale, Vorräte, Fahrräder, Winterreifen und die Kartons, die
beim letzten Umzug nie ausgepackt wurden. Auf dem Dachboden lagern Koffer, Schmuck für die
Feiertage und alles, wofür sich nie eine Entscheidung fand. In der Garage kommen Rasenmäher,
Werkzeug, Regale und häufig ein Anhänger dazu. Diese drei Räume zusammen entsprechen
regelmäßig dem Inhalt einer kompletten kleinen Wohnung.
Genau daran scheitern Festpreisangebote, die ohne Besichtigung entstanden sind. Sie
rechnen mit der Wohnfläche und stellen am Umzugstag fest, dass der Wagen zu klein ist. Dann
wird nachverhandelt, oder es bleibt etwas stehen. Beides ist vermeidbar, wenn beim Aufmaß
die Kellertür geöffnet wird.