01Was aus einem Garten wirklich mitfahren kann
Der Garten wird beim Umzug zuletzt bedacht und sprengt dann den Tag. Dabei lässt sich das meiste mitnehmen, wenn es geschraubt und nicht gegossen ist. Entscheidend ist nicht, wie groß etwas aussieht, sondern wie es am Boden hängt und ob es sich in Teile zerlegen lässt.
Wir sehen uns den Garten beim Aufmaß genauso an wie das Haus und sagen zu jedem Stück, ob es geht und was es an Zeit kostet. Manches lohnt den Transport nicht: Ein durchgeweichter Sandkasten oder ein zwanzig Jahre altes Trampolingestell überlebt den Abbau ohnehin selten.
- Gartenhaus und Schuppen mit geschraubten Wänden
- Fasssauna samt Liegen, ohne Ofen
- Terrassenmöbel, Sonnenschirm und Betonfuß
- Zerlegbare Hochbeete, Grill und Feuerschale
- Werkbank und Werkzeug aus dem Schuppen
02Warum im Garten das Gewicht zählt und nicht das Volumen
Im Haus rechnen wir in Kubikmetern, im Garten in Kilogramm. Ein Sonnenschirmfuß aus Beton misst kaum etwas und wiegt vierzig Kilo. Ein Stapel Terrassendielen ist flach und schwer, ein Hochbeet voller feuchter Erde bringt mehr auf die Waage als eine Schrankwand. Zwei Träger sind hier die Regel.
Für die Ladung heißt das: Schweres kommt zuerst und nach unten, direkt über die Achse, alles andere darüber. Wir laden den Garten getrennt vom Hausrat und meist zuerst, solange der Wagen leer und die Auffahrrampe frei ist. Kissen und Polsterauflagen fahren obenauf, wo nichts drückt.
03Wie der Abbau eines Gartenhauses abläuft
Ein geschraubtes Gartenhaus bis 8 Quadratmeter zerlegen wir in Dach, vier Wände und Boden. Das dauert einen halben Vormittag, wenn die Schrauben zugänglich sind, und länger, wenn sie überstrichen oder festgerostet sind. Wände aus gesteckten Bohlen werden Brett für Brett nummeriert, sonst passt die Reihenfolge nicht.
Für die Fasssauna gilt derselbe Weg, nur in anderer Reihenfolge: erst Liegen und Ofen heraus, dann die Spannringe lösen, dann Daube für Daube abnehmen. Der Satz ab 279 Euro deckt Zerlegen und Aufstellen. Rohr und Anschluss übernimmt ein Fachbetrieb, und dabei bleibt es ohne Ausnahme.
- Gartenhaus leerräumen, auch die Hakenleisten
- Dachpappe prüfen, alte Bahnen reißen meist
- Dach abnehmen, Wände lösen, Teile nummerieren
- Bodenplatte und Rahmenhölzer zuletzt lösen
- Untergrund waagerecht ausrichten, dann aufbauen
04Erde, Nässe und was sie in einem Wagen anrichten
Alles aus dem Garten ist feucht, sandig oder beides. Nasse Erde färbt in einem geschlossenen Wagen die Möbeldecken durch, dringt in Polster und trocknet erst nach Tagen. Deshalb kommen Pflanzkübel, Hochbeete und Töpfe nur ausgeleert mit. Ein Sack Blumenerde reist besser im eigenen Kofferraum als zwischen Kartons.
Wir stellen den Garten grundsätzlich auf Folie und trennen ihn mit Decken vom Hausrat. Gartengeräte werden vorher abgeklopft, die Räder von Rasenmäher und Schubkarre abgebürstet. Das kostet zehn Minuten und erspart, dass am neuen Ort jeder Karton eine Erdspur trägt. Vorbereiten dürfen Sie das gern selbst.
05Was im Garten stehen bleiben muss
Es gibt eine klare Grenze, und wir ziehen sie lieber vorher als am Umzugstag. Alles mit Fundament bleibt, wo es ist. Ein gemauerter Grill, ein betoniertes Gartenhaus, ein eingelassener Teich oder ein Carport auf Punktfundamenten sind Bauwerke und kein Umzugsgut. Dafür brauchen Sie einen Abbruchbetrieb.
Auch Pflanzen bleiben in aller Regel zurück. Ein ausgewachsener Strauch verliert beim Ausgraben gut den halben Wurzelballen, und im vollen Wagen steht er stundenlang ohne Licht. Wer eine bestimmte Pflanze mitnehmen will, sollte sie Wochen vorher in einen Kübel setzen und am Umzugstag selbst transportieren.
- Gemauerte Gartenhäuser und Grillkamine
- Alles auf Punkt- oder Streifenfundament
- Teiche, Becken und einbetonierte Wäschespinnen
- Bäume, große Sträucher und Wurzelballen
- Fest verlegte Terrassenplatten und Pflaster