01Warum ein Haus anders gerechnet wird als eine Wohnung
Bei einer Wohnung reicht die Zimmerzahl als grobe Peilung. Ein Haus hat dagegen Flächen, die niemand im Kopf mitzählt: den Hauswirtschaftsraum, das Treppenpodest mit seinen Nischen, den Spitzboden, die Garage. Wir rechnen deshalb ausschließlich mit Kubikmetern. Die Zimmerzahl steht in unserem Angebot höchstens als Erklärung daneben.
Fast jeder Haushalt schätzt sein Volumen zu niedrig. Wer 140 Quadratmeter bewohnt, tippt auf eine Ladung und liegt bei rund 95 Kubikmetern, also bei zweien. Daran scheitern Angebote, die am Telefon entstehen. Ein Aufmaß dauert eine knappe Stunde und verhindert, dass am Umzugstag Möbel stehen bleiben.
- Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Vorräten
- Treppenpodest mit Regalen und Truhen
- Spitzboden über der obersten Geschossdecke
- Werkbank samt Regalwand in der Garage
- Leitern, Schubkarre und Gartengeräte
02Was wir beim Aufmaß im Haus ablaufen
Wir gehen mit Ihnen von oben nach unten durch das Haus und öffnen jede Tür. Schränke sehen wir auf ihre Zerlegbarkeit an, Betten auf die Beschläge, das Sofa auf die schmalste Türbreite im Weg. Sie sagen dazu, was mitkommt. Am Ende steht eine Liste, keine Schätzung.
Keller, Dachboden und Garage laufen wir dabei mit ab. Weil dort die meisten Überraschungen liegen, haben sie eine eigene Seite bekommen: Keller, Dachboden, Garage. Dort steht, was sich in diesen Räumen ansammelt, was mitfahren darf und wie Sie die Nebenräume vor unserem Besuch selbst durchgehen können.
03In welcher Reihenfolge ein Haus verladen wird
Ein Haus wird von oben nach unten leer. Der Dachboden kommt zuerst, weil die schmale Bodentreppe frische Kräfte braucht, danach das Obergeschoss, dann das Erdgeschoss. Keller und Garage bleiben zum Schluss: Werkzeug, Reifen und Kisten sind stapelbar und füllen im Wagen die Lücken zwischen den Möbeln.
Bei den meisten Häusern setzen wir einen zweiten Wagen auf dieselbe Tour, statt zweimal zu fahren. Er kostet 24 Euro je Stunde und ist nur zusammen mit dem ersten buchbar. Das rechnet sich fast immer, weil sonst die halbe Mannschaft an der neuen Anschrift wartet.
- Dachboden und Obergeschoss zuerst leeren
- Große Möbel zerlegen, Beschläge in beschriftete Beutel
- Schwere Kisten nach unten, Leichtes obenauf
- Keller und Garage zuletzt, sie füllen Lücken
- Erste Ladung fährt, zweite wird gepackt
04Wie weit ist der Weg vom Wagen zur Haustür?
Am Haus entscheidet der Trageweg über die Stunden, nicht die Etage. Eine Einfahrt, in die der Wagen rückwärts hineinpasst, spart mehr Zeit als eine zusätzliche Kraft. Steht er dreißig Meter entfernt hinter einer Hecke, wird jede Kiste zweimal angefasst. Wir sehen uns die Zufahrt vorher an.
Wo vor dem Grundstück kein Platz ist, richten wir eine Haltverbotszone ein: ab 59 Euro an einer Anschrift, ab 89 Euro an beiden. Antrag, Aufstellen und Abbau übernehmen wir, Sie reichen nichts selbst ein. Weicher Rasen und frisches Pflaster werden abgedeckt, bevor der erste Rollwagen darüberfährt.
05Was am Ende mit dem leeren Haus passiert
Nach dem letzten Möbelstück bleibt fast immer etwas übrig: durchgesessene Sessel, alte Farbeimer, der Rest aus dem Kellerregal. Wir räumen das im selben Auftrag ab 39 Euro je Kubikmeter und übergeben besenrein. Käufer oder Vermieter können das Haus danach ohne Nacharbeit annehmen. Wir sammeln dafür schon beim Verladen einen eigenen Stapel.
An der neuen Anschrift bauen wir wieder auf, was wir zerlegt haben, und zwar bevor die Kartons verteilt werden. Sonst steht das Bettgestell hinter einem Kistenwall. Eine Einbauküche rechnen wir getrennt ab 249 Euro; Strom, Wasser und Gas schließt ein Fachbetrieb an, das machen wir bewusst nicht.